Berufsorientierung hautnah: 9. Klassen besuchten die Bildungsmesse BAM in Münsingen
Welche Möglichkeiten gibt es nach der Schule? Welche Ausbildung passt zu den eigenen Interessen und Stärken? Und welche beruflichen Wege stehen in der Region überhaupt offen? Mit diesen zukunftsweisenden Fragen im Gepäck besuchten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a und 9b der Münsterschule auf Einladung der Stadt die Bildungsmesse in Münsingen. Begleitet wurden sie dabei von BO-Lehrkraft Frau Kuhn und Klassenlehrer Herrn Epple, die den Messebesuch im Rahmen der Berufsorientierung (BO) im Fach Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung (WBS) organisierten.
Bereits die Anreise war Teil des Ausflugs: Gemeinsam ging es morgens um 8 Uhr mit dem öffentlichen Bus nach Münsingen. Um den Messebesuch für die Jugendlichen so ausgiebig und intensiv wie möglich zu gestalten, konnte mit Unterstützung der Eltern für den Rückweg „Elterntaxis“ organisiert werden, da der Einsatz der öffentlichen Buslinien für Zwiefalten eher gering ist. Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle den Eltern, die durch ihren Fahreinsatz dafür gesorgt haben, dass die Schülerinnen und Schüler die Zeit vor Ort bis zur letzten Minute optimal nutzen konnten!
Die Bildungsmesse ist ein zentraler Baustein von zahlreichen Aktionen und Angeboten, mit denen die Jugendlichen im BO-Unterricht kontinuierlich bei ihrer Berufsfindung begleitet werden. Vor Ort präsentierte sich eine Vielfalt an lokalen Unternehmen und Institutionen. Die Schülerinnen und Schüler nutzen die Gelegenheit, um sich aus erster Hand über verschiedenste Ausbildungsberufe, Praktika und langfristige berufliche Perspektiven direkt in der Region zu informieren.
Besonders erfreulich war die große Eigeninitiative, die die Jugendlichen an den Tag legten. Selbstständig gingen sie auf die verschiedenen Aussteller zu, stellten Fragen und führten interessante Gespräche. Bis zum Ende der Veranstaltung blieb die Motivation spürbar hoch – immer wieder suchten die Schülerinnen und Schüler neue Gesprächspartner an den Ständen auf.
Für manche war es zunächst eine Überwindung, fremde Personen anzusprechen und selbst ein Gespräch zu beginnen. Umso erfreulicher war es zu sehen, wie viele sich dieser persönlichen Herausforderung stellten und sie meisterten. Bei einigen zahlte sich der Mut unmittelbar aus: Sie knüpften bereits konkrete Kontakte für ihr nächstes Betriebspraktikum.
Das positive Fazit der Jugendlichen spiegelte sich auch in der Reflexion im nächsten WBS-Unterricht wider. Stellvertretend für die Meinung der Klassen hieß es dort: „Es ist echt gut, dass unsere Schule so etwas mit uns macht. Wir konnten viele völlig neue Ideen sammeln, aber auch Berufe, die wir schon vom Namen her kannten, noch einmal besser kennenlernen.“
Doch die Messe war erst der Anfang: Im laufenden Schuljahr dreht sich im Unterricht weiterhin alles um die junge schulische oder berufliche Zukunft der Jugendlichen. Auf dem vollen BO-Programm stehen in den kommenden Monaten unter anderem noch eine Betriebsbesichtigung, eine individuelle Berufsberatung sowie eine zweite Praktikumswoche. Zudem werden sich zahlreiche Unternehmen direkt im Unterricht vorstellen und für Fragen und Antworten bereitstehen.
Bis zur endgültigen Entscheidung bleibt den Jugendlichen zwar noch etwas Zeit – doch genau diese Kombination aus Theorie und praktischen Erfahrungen hilft dabei, die eigenen Interessen und Zukunftsvorstellungen Schritt für Schritt erfolgreich zu entwickeln.
Martina Kuhn



